Bürgermeisterkandidatin Nathalie Ferko besucht das Haus St. Martin und das Stadtteilbüro

Der erste Besuch galt dem Haus St. Martin, wo sich Nathalie Ferko beim Leiter der Einrichtung Klaus Störch über die Historie und die aktuelle Arbeit informierte.
Im nächsten Jahr begeht das Haus St. Martin, als Anlaufpunkt für Wohnsitzlose und Tagesstätte mit Beratungsangebot, sein 20-jähriges Jubiläum. Klaus Störch erinnert an die Anfänge, die vor allem in der langjährigen Grünen Stadtverordneten – und in verschiedenen sozialen Projekten -engagierten Hedi Bender und den damaligen Bürgermeistern Schubert und später Franssen große Unterstützung fand.
Neben sechs Schlafplätzen für durchreisende Wohnungslose beherbergt das Haus eine Tagesstätte, in der Menschen neben fachlicher Beratung Kaffee und Kuchen und auch mal eine warme Mahlzeit angeboten wird.
Der Einrichtungsleiter begrüßt die Kooperation mit anderen sozialen Einrichtungen, wie z.B. dem Psychosozialen Zentrum, der Tafel und der Drogenhilfe „Saftladen“ und wünscht sich vor allem ein besseres Wohnungsangebot vor Ort, um den wohnungslosen Menschen eine echte Chance auf ein geregeltes Leben – mit fester Adresse als Voraussetzung für einen Arbeitsplatz zu geben.
Die Bürgermeisterkandidatin Nathalie Ferko weist auf das Förderprogramm „Frankfurter Bogen“ hin, dass den sozialen Wohnungsbau fördert und dabei auch ökologische Kriterien berücksichtigt.
Auch könnten Menschen ohne oder mit geringem Einkommen über städtische Belegungsrechte geholfen werden, eine eigene Wohnung anzumieten. Hier sichert Nathalie Ferko ihre Unterstützung zu.
Am nächsten Tag stand der Besuch des Stadtteilbüros auf der Agenda. Heike Bülter und Eberhard Roth berichteten über die Entwicklung des Stadtteilbüros und die Bedeutung für die Siedlung.
In den vergangenen 22 Jahren seit dem Start der „Sozialen Stadt“ engagieren sich Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung für ein gutes nachbarschaftliches Zusammenleben. Gemeinsam wird das Umfeld geplant und gestaltet, Feste gefeiert, neue Nachbarn begrüßt, Migrantinnen und Migranten durch Integrationslotsen unterstützt, in den Siedlungsgärten gesät und geerntet, Suppe gekocht, Kuchen verkauft und Müll aufgelesen. Kinder und Jugendliche nehmen das Angebot von
Eberhard Roth gerne an und machen gemeinsame Unternehmungen, spielen auch mal nachts Fußball und helfen beim Aufräumen oder Grillen.
„Diese beiden Einrichtungen bieten eine gute und wichtige Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt,“ ist Nathalie Ferko überzeugt. „Eine Stadt, in der Menschen leben, die sich für die Gesellschaft und ihre Mitmenschen engagieren, darf sich durchaus als reich bezeichnen. Leider wird Hattersheim immer wieder als Armenhaus des Main-Taunus-Kreises
bezeichnet, aber einen solchen Schatz hat nicht jede Stadt.“
Leider wird nicht gewürdigt, dass sich Hattersheim bereits nach dem 2. Weltkrieg mit großen Anstrengungen auf den Weg gemacht hat vielen Vertriebenen und Geflüchteten eine Heimat zu geben. Deshalb hat die Bürgermeisterkandidatin wenig Verständnis dafür, dass gerade die politisch Verantwortlichen unsere Stadt seit Jahren immer wieder als Armenhaus bezeichnen und somit selbst schlechtreden. „Es sollte eine Selbstverständlichkeit für uns sein“, so Nathalie Ferko,
„diese wertvolle Arbeit weiterhin mit aller Kraft zu unterstützen.“

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